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02.07.2020, 23:30 Uhr
Unruhestifter verlassen CDU-Fraktion
Mit dem gestrigen Austritt von Stumpf, Hisserich und Klapp kehrt endlich wieder Ruhe ein / CDU-Fraktion schaut zuversichtlich nach vorn
 „Ich kann verstehen, dass die Bürgerinnen und Bürger in den letzten Monaten den Eindruck hatten, dass sich die Stadtverordnetenversammlung und die CDU-Fraktion insbesondere mehr mit sich selbst beschäftigt haben, als mit der aktuellen Situation und das macht uns alle sehr betroffen“, fasst Norbert Reinhardt sein Empfinden zusammen.

Die Misere habe jedoch schon viel früher begonnen. Nach der verlorenen Bürgermeisterwahl, in der  Hisserich massiv von der CDU und insbesondere von Armin Klein unterstützt worden sei, hätten Stumpf und Hisserich mehrfach verlauten lassen, dass sie die von den Wählerinnen und Wählern neugewählte Bürgermeisterin in Zukunft nicht unterstützen, sondern massiv angreifen werden. Dies war und ist gegen die demokratischen Gepflogenheiten und die Einstellung der CDU, die mit demokratisch gewählten Vertretern der Stadt stets eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt Homberg anstrebt, auch wenn man in der Sache notwendigerweise harte Diskussionen führt.

„Schon damals, mit diesem Verstoß gegen demokratische Gepflogenheiten, hat sich abgezeichnet, dass Verhalten und Einstellung der beiden Fraktionsmitglieder nicht den Vorstellungen der übrigen Fraktion entsprachen. Nichtsdestotrotz haben wir immer wieder das Gespräch gesucht, um Ruhe in unsere Reihen zu bekommen, aber leider erfolglos“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende den Beginn der schwierigen Phase und die Uneinsichtigkeit der Unruhestifter.

Beide hätten das Wählervotum seiner Einschätzung nach niemals akzeptiert. Dies könne er gerade vor dem Hintergrund der Tatsache nicht verstehen, dass Stumpf und Hisserich bereits lange Jahre kommunalpolitisch engagiert seien, wobei sie hierbei sehr unstet waren. „Erst waren beide in der SPD, dann in der CDU und jetzt haben sie eine eigene Fraktion aufgemacht. Das zeugt meiner Überzeugung nach nicht von einem festen Wertefundament.“

Er könne nicht verhehlen, dass es in der Folgezeit immer wieder zu Reibereien und Unstimmigkeiten kam. „Angefochtene Protokolle, rechtliche Schritte gegen Fraktions- und Magistratsmitglieder, eigene, nicht mit der Fraktion abgestimmte Beiträge zur Haushaltsdebatte und immer wieder juristische Rechthabereien und Winkelzüge – das war alles, was von diesen Unruhestiftern kam und das ist nicht das, wofür die CDU steht“, rückt Norbert Reinhardt das schiefe Bild deutlich zurecht.

Nach wie vor könne er nicht nachvollziehen, wieso Stumpf und Hisserich diesen Weg gewählt hätten. „Beide wurden von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt, um sich politisch zum Wohle unserer schönen Ohmstadt einzusetzen. Inhaltlich haben sich beide zu keinem Zeitpunkt eingebracht, aber ständig für Unfrieden und Unverständnis gesorgt. Wir sind erleichtert, dass sie nun die CDU-Fraktion verlassen haben und wir uns nun wieder darauf konzentrieren können, wofür uns die Bürgerinnen und Bürger gewählt haben“, blickt Norbert Reinhardt zuversichtlich in die Zukunft.

Gegipfelt habe dieses Verhalten in Klagen gegen Mitglieder der Fraktion und des Magistrats und im Widerspruch gegen die Wahl des Stadtverordnetenvorstehers. Daher ist es als sehr positiv zu werten, dass die Unruhestifter nun die CDU-Fraktion verlassen und eine eigene gebildet hätten. Dennoch gehe er davon aus, dass Stumpf, Hisserich und Klapp ihre Blockadepolitik und unsinnigen juristischen Scharmützel weiterführten und nicht an einer konstruktiven und kontinuierlichen Zusammenarbeit in den Gremien interessiert seien, wobei er hier keine große Hoffnung habe, dass sich dies ändern werde. „Frau Stumpf hat ja bereits angekündigt, gegen die vergangene Sitzung vorzugehen. Die juristischen Rechtsverdrehereien werden wahrscheinlich auch in Zukunft Zeit und Nerven der Stadtverordneten kosten.“

„Das alles ist mehr als unerfreulich und hat viel Zeit und Ansehen gekostet. Die CDU-Fraktion wird sich nun, da endlich wieder Ruhe einkehrt, auf Themen konzentrieren, die für die Stadt Homberg wichtiger sind. Ich rufe gleichzeitig die Bürgerinnen und Bürger auf, bei der nächsten Wahl die neue Fraktion an ihren Erfolgen und sachlichen Beiträgen zum Wohle der Stadt Homberg zu messen“, so Norbert Reinhardt abschließend.