Presse

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13.07.2013, 22:09 Uhr
Pläne zur Friedrichstraße werden durch Argumente des Bürgermeisters nicht besser
Norbert Reinhardt (CDU): Keine besseren Argumente – aber viele Unwägbarkeiten
„Ein einzuholendes Lärmschutzgutachten, eine noch ausstehende Entscheidung des Landesdenkmalamtes und vor allem eine erhebliche zusätzlich verkehrliche Belastung der Marburger Straße – ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wo der Bürgermeister hier die besseren Argumente für das Bauvorhaben in der Friedrichstraße sieht.“ Mit diesen Worten reagiert Norbert Reinhardt, Fraktionsvorsitzender der CDU, auf die Äußerungen des Bürgermeisters zum geplanten Bauvorhaben in der Friedrichstraße.

Auch das immer wieder angeführte Argument, das Ohmtal-Center sei „auf der grünen Wiese“ stimme schon lange nicht mehr und zeige, wie der Bürgermeister die Entwicklung der Stadt Homberg wahrnehme. „Das Ohmtal-Center ist heute zwischen Ober-Ofleiden und der Kernstadt zentral gelegen und in eine funktionierende Infrastruktur eingebettet. Das Angebot wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Die Behauptungen des Bürgermeisters verdeutlichen aus Sicht der CDU, wie eng er den Begriff Stadtentwicklung fasst“, kritisiert Norbert Reinhardt die Haltung des Stadtoberhaupts.

Ebenso werde die Äußerung zu den schließenden Dorfläden der Realität nicht gerecht. „Eine der ersten Amtshandlungen des Bürgermeisters war es doch, vor ein gut laufendes Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt mehrere Poller aufstellen zu lassen und so das kurze Parken zu verhindern. Sich dann im Nachhinein zu wundern und zu beklagen, dass dieses Geschäft schließen musste, ist doppelzüngig“, führt der Christdemokrat aus. Ferner wurde die Ansiedelung eines Drogeriemarktes in der Frankfurter Straße vor einiger Zeit erfolgreich verhindert. „ Architekt Gans, der das Projekt damals plante, hatte bereits einen Drogeriemarkt an der Hand, der sich hier ansiedeln wollte. Als dieser jedoch von den Plänen der Stadt für die Friedrichstraße hörte, hat er sein Interesse wieder zurückgezogen. Seitdem ist aber für dieses schwierige Objekt keine Lösung gefunden worden“, tadelt Norbert Reinhardt das Handeln des Bürgermeisters.

Zu behaupten, die Vorschläge der CDU hätten ein „Geschmäckle“, weil der Wiesenbesitzer ein CDU-Mitglied sei, könne er nur als unverfroren bezeichnen. „Bei den Standpunkten der CDU geht es ausschließlich um eine für unsere schöne Ohmstadt gute und richtige Stadtentwicklung. Wenn eine solche von allen Seiten gewünscht wird, ist für uns zweitrangig, wer der Eigentümer der notwendigen Flächen ist“, stellt der Unionspolitiker fest. Der Bürgermeister habe recht, dass dort zwei Häuser bei einer Umsetzung weichen müssten – dies sei jedoch nichts im Vergleich zu den weiteren Problemen, die an der Friedrichstraße auf die Stadt zukommen könnten. „Bei unseren Vorstellungen müssten zwei Häuser weichen, wobei der Eigentümer damit einverstanden wäre. Bei den Plänen des Bürgermeisters muss die alte Grundschule fallen und möglicherweise noch die Bebauung auf einem benachbarten Grundstück. Wo sind hier also die besseren Argumente“, fragt Norbert Reinhardt abschließend.


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