Sind die Homberger Grünen noch grün – oder: was bekommt der Wähler nach der Wahl
Man müsse sich schon fragen, was den Grünenwähler nach der Wahl denn eigentlich erwarte. Viele Wählerinnen und Wähler informierten sich vorab ihrer Wahlentscheidung und wägten ab, welche Ziele bzw. Aussagen welcher Partei für sie persönlich am überzeugendsten sind. Mit dieser Erkenntnis gehen sie zur Wahl. „Aber wofür stehen denn die Homberger Grünen nun? Erst einmal für die grünen Ziele bis man sieht, dass andere Möglichkeiten vorhanden sind und am nächsten Tag ist man nicht mehr Grün sondern Klimaliste? Was ist das für ein Gebaren gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die vorher bei den Grünen ihr Kreuz gemacht haben?“, kritisiert Kai Widauer das mangelnde Verständnis Schlemmers für die Bedeutung der Wahlentscheidung.
Mehr noch: Mit dieser „Umfirmierungsankündigung“ machten sich die Homberger Grünen aus Sicht der CDU nicht mehr wählbar. „Diese Ankündigung lässt potentielle Wählerinnen und Wähler orientierungslos und verunsichert zurück. Das ist nicht im Sinne einer demokratischen Wahl. Interessant wäre zu erfahren, wie der Vorstand der Vogelsberger Kreisgrünen, dem Frau Schlemmer ebenfalls angehört, die Situation in Homberg beurteilt oder ob man im Kreis gleiches vor hat, stellt der Christdemokrat abschließend eine spannende Frage in den Raum.